Baldrian

Zu finden ist Baldrian meist an feuchten Wiesen und Gräben sowie an sonnigen Böschungen. Die Pflanze kann bis zu einem Meter hoch wachsen und besitzt einen kantigen Stängel mit großen Fiederblättern und rötlich-weißen Blüten. Die Wurzel des Baldrians galt bereits im Mittelalter als Allheilmittel. Ihm wird neben einer fiebersenkenden Wirkung auch eine entspannende und entkrampfende Wirkung auf die Muskulatur nachgesagt. Hauptsächlich wird Baldrian allerdings als Beruhigungsmittel eingesetzt. Er soll beruhigend auf das Nervensystem einwirken, ohne süchtig oder benommen zu machen.

Für Pferde eignet sich Baldrian bei einem Stall- oder Besitzerwechsel sowie bei Veränderungen im Umfeld des Stalles oder der Weide. Auch ängstliche und nervöse Pferde können durch die Zugabe von Baldrian leichter zur Ausgeglichenheit finden. Dabei ist zu erwähnen, dass die Zugabe von Baldrian erst erfolgen sollte, nachdem die Gründe für Stress oder Ängste herausgefunden wurden. Oft resultiert ein gestresstes Pferd aus Krankheiten, falscher Ausrüstung oder Mängeln in der Haltung. Man sollte nicht sofort zu Baldrian greifen, wenn das Pferd mal scheut oder durchgeht. Da Baldrian als Dopingmittel gilt, ist die Nutzung vor dem Turnier ebenfalls nicht geeignet. Bei Freizeitpferden ist die Zugabe von Baldrian in der Regel bedenkenlos.


 

Botanischer Name: Valeriana officinalis

Volksnamen: Stinkwurz, Mondwurzel, Katzenkraut

Familie: Baldriangewächse

Inhaltsstoffe: enthält unter anderem Alkaloide, ätherische Öle (Monoterpene und Sesquiterpene)

Anwendung: Innerlich, Wurzeln (Radix valerianae) getrocknet oder als Flüssigbrodukt



Wirkrichtungen:

  • fiebersenkend
  • entzündungshemmend
  • immunstabilisierend
  • entspannt und entkrampft die Muskulatur
  • beruhigt das Nervensystem