Esparsette

Seit dem 16. Jahrhundert wurde in Deutschland die Esparsette, eine Verwandte der Erbse, als besonders hochwertige Futterpflanze angebaut. Ihr Heu wurde vor allem als „Kraftfutter“ zur Fütterung von Arbeitspferden in der Landwirtschaft eingesetzt. Die Technisierung der Landwirtschaft, die zu Luzerne vergleichsweise geringe Ertragsmenge und die besonderen Ansprüche der Esparsette an die Bodenverhältnisse beim Anbau sorgten dafür, dass diese wertvolle Pflanze fast in Vergessenheit geriet.

Esparsettenheu kann jedoch mehr als nur Proteine und Nährstoffe zu liefern. In Frankreich und England heißt die Pflanze „sainfoin“, was soviel bedeutet wie „Gesundheu“. Das kommt nicht von ungefähr. Es ist für Pferde und alle Wiederkäuer durchaus als diätetisch sinnvoll anzusehen und bietet viele Vorteile: So enthält es einen hohen Tanningehalt, der Blähungen entgegen wirkt und die Schleimhäute gegen pathogene Keime stärkt. Bei Zuchtstuten kann Esparsette hochwertiges Eiweiß schonend zuführen: Im Vergleich zu Getreide hat sie keinen Stärkeanteil. Pferde mit Getreideunverträglichkeiten oder mit Magen-Darm-Problemen können so ebenfalls hochwertige Proteine zu sich nehmen genau so wie schwerfuttrige oder alte Pferde. Auch der Muskelaufbau kann mit Esparsette unterstützt werden.


Botanischer Name: Onobrychis viciifolia

Familie: Schmetterlingsblütler (Faboideae)

Inhaltsstoffe: mit hohem Gehalt an kondensierten Tanninen (auch als Gerbstoffe bekannt) und an Rutin (etwa 1200 mg/kg in der Trockenmasse), reich an Proteinen

Anwendung:  innerlich, als Cobs zum Einweichen


Wirkungsweise:

  • antiblähend (karminativ)
  • wurmtreibend* (anthelminthisch)
  • reich an essenziellen Aminosäuren
  • reich an diätetischer Rohfaser
  • reich an wichtigen Mineralien reich an ß-Carotin, Vitaminen und Spurelementen
  • niedriger Zuckergehalt
  • energiereich
  • fördert die Elastizität der Blutgefäße und Blutkapillaren
  • sorgt für widerstandsfähigere Schleimhäute- pathogen Keime können sie nicht mehr so leicht passieren
  • vermindert die Sekretion der Schleimhautdrüsen
  • auch bei Durchfallerkrankungen hilfreich

* Die Fütterung von Esparsetten-Cobs kann bei Pferden einen wurmtreibenden Nebeneffekt haben. Dieser ist jedoch hauptsächlich auf eine Stärkung des Immunsystems zurück zu führen. Wissenschaftliche Studien zur Wirkung von Esparsetten auf Darmparasiten von Pferden gibt es noch nicht.

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5 thoughts on “Esparsette

  1. Jacqueline Claus Antworten

    Ich möchte esparsette testen, da wir 12 Tierschutzpferde beherbergen und 2 davon sehr Unterernährt sind.

  2. Svea Schölch Antworten

    Mein Pferd und ich würden gerne testen!
    Mein Pferd Rocky leidet schon seit ich ihn habe an Durchfall Problemen, besonders im Wechsel von Herbst zu Winter, er hat starke Blähungen, und Durchfall bzw. kotwasser. Da die?! Esparsette dagegen helfen soll/kann, würde ich also mein Pferd sehr gerne testen, sollte die zu Fütterung erfolgreich sein, wäre ich wohl der glücklichste Mensch, und mein Pferd auch, endlich wieder ohne Beschwerden, und druck im Bach reiten, das wär’s!

  3. Nina Gerlach Antworten

    Hallo ich würde gerne Esparsette an meinen Pferd testen.. wir machen Grad eine etwas schwierige Zeit durch.. er muss Muskeln aufbauen , ist aber sehr antriebslos und schlapp.. hat Probleme mit dem fellwechsel. .. großes Blutbild wird Freitag erst gemacht… möchte ihn jetzt gerne mit Futter unterstützen. . Hoffe haben Glück und dürfen Esparsette testen.. mFG Nina Gerlach

  4. Sandra Oberndörfer Antworten

    Hallo liebes Louven Team,

    Sehr, sehr gerne würde ich als
    euer Futter unserem 6 Jährigen Westfale Rappen Eddy füttern. 🙂

    Liebe Grüße aus Bochum

  5. […] die Schafen, Rindern, Ziegen und Pferden gefüttert wird. Ihre Eigenschaften habe ich schon HIER bes... louven-blog.com/tannine-in-der-esparsette-freund-oder-feind

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