Offenstallhaltung: Wie vermeide ich Stress und Überfütterung?

Immer mehr Ställe entdecken die Gruppenhaltung von Pferden weil immer mehr Pferdebesitzer ihren Vierbeinern ein artgerechtes Leben mit Sozialkontakt und ständiger Bewegung ermöglichen möchten. In sogenannten „Offenställen“ wohnen dann mehrere Pferde in einer Gruppe zusammen. Eine große Schwierigkeit bei dieser Haltungsform ist die Fütterung- sollen doch alle Pferde stressfrei an ihr Futter kommen. So reichhaltig das Angebot an Offenställen heute ist, so unterschiedlich ist auch die Herangehensweise der einzelnen Stallbetreiber an das Thema „Pferdefütterung“. Wir haben hier einmal zusammen gefasst, welche Probleme es im Offenstall geben kann, worauf man bei der Stallwahl achten sollte und welche Lösungsansätze es gibt, den Pferden ein stressfreies Herdenleben ohne Magengeschwür, Fettsucht und Rehe ermöglichen.

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Druse: Hochansteckende Erkrankung der Lymphdrüsen

Die Druse (auch: Coryza contagiosa equorum oder Adenitis equorum) ist eine hochansteckende Pferdekrankheit Sie befällt die oberen Luftwege beim Pferd und wird durch das Bakterium Streptococcus equi (Strep. equi equi) verursacht. Nach 3 bis 14 Tagen Inkubationszeit verbreitet sich der Erreger über das Blut und die Lymphe. Druse ist nicht anzeige- oder meldepflichtig. Es werden bei Ausbruch der Erkrankung in einem Bestand keine amtlichen Maßnahmen zur Bekämpfung ergriffen. Ein vorausschauendes und durchdachtes Management der Krankheit im Stall ist jedoch aufgrund der extrem hohen Ansteckungsgefahr unerlässlich.

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Gefahr fürs Pferd bei sommerlichen Temperaturen: Sonnenbrand

Sonnenbrand ist uns Menschen als gefährliche Folge zu starker Sonneneinstrahlung bekannt. Gerade hellhäutige Menschen oder Menschen mit Pigmentflecken kennen die Problematik: Der unbeschwerte Tag am Strand kann nur gelingen, wenn ausreichend Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor unsere Haut vor dem Verbrennen schützt. Auch Leute, die im Freien arbeiten, schützen sich. Wie schnell passiert es uns Reitern im Stall, dass Arme und Gesicht rot werden, weil wir nicht daran gedacht haben, uns einzucremen?

Unsere modernen Pferdehaltungsformen werden immer artgerechter. Das bedeutet aber auch, dass die Pferde immer häufiger ganztägig draussen an der frischen Luft und damit auch in der Sonne stehen. Helle Abzeichen am Kopf und an den Beinen, rosa Pferdenüstern und umpigmentierte Haut z.B. bei hellen Farbzüchtungen (Cremellos, Perlinos, Schecken etc. Schimmel weniger, da ihre Haut meist stark pigmentiert ist) sind auch beim Pferd besonders anfällig für Sonnenbrand. Und auch beim Pferd muss größerer Schaden vermieden werden, indem die umpigmentierte Haut geschützt wird. more „Gefahr fürs Pferd bei sommerlichen Temperaturen: Sonnenbrand“

Fütterung von Spezialrassen: Iberische Pferderassen

Zu den iberischen Pferderassen gehören als bekannteste Vertreter der spanische PRE, Andalusier und der portugiesische Lusitano. Aber auch Cruzados- also „Mischlinge“- Berber, Lipizzaner, Kladruber, Knabstrupper, Menorquins, Paso Fino, Paso Peruano, Barockpintos, Hispano Araber und Friesen können von ihren Ansprüchen an die Fütterung dazu gezählt werden. Allen gemein ist, dass sie in ihren Herkunftsländern gerade in der Aufzucht eher auf karge Kost angewiesen sind. Das führt dazu, dass gerade diese Pferderassen mit dem besonders reichhaltigen Futterangebot in unseren Breitengraden nicht gut zurechtkommen.

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Stoffwechselerkrankungen beim Pferd: RER

Zeigt das Pferd Muskelschmerz, Steifheit und Bewegungsunlust spricht der Mediziner von einer „Equinen Rhabdomyolyse“. Von dieser auch „Kreuzverschlag“ (auch Feiertagskrankeit) genannten Erkrankung haben die meisten Reiter schon gehört. Dieser tritt oft z.B. nach besonders starker Belastung oder zu hohen Kraftfuttergaben auf. Der Auslöser ist hier also eine Überforderung des Organismus. Folge einer solchen Überlastung ist eine starke Verhärtung der Muskulatur. Muskelzellen zerfallen. Das Pferd hat Schmerzen, Koliksymptome, oft auch eine höhere Atemfrequenz und der Puls steigt an.

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Tatort Stoffwechsel: Wohlstandserkrankungen

Immer mehr Pferde leiden heutzutage an sogenannten Stoffwechselstörungen. Oft zweifelt der betroffene Besitzer an sich selbst, äußern sich Symptome doch zunächst nur schleichend über Unrittigkeit oder schlechte Laune des Pferdes.

Das Pferd zeigt sich bockig, hat keinen Vorwärtsdrang, wirkt verspannt. So oder so ähnlich äußern sich aber anfänglich auch einige Stoffwechselerkrankungen. Hört der Reiter dann auf die Kollegen, anstatt auf sein Pferd, kann es schnell zur Katastrophe kommen. Besitzer bemerken dann erst bei so dramatischen Komplikationen wie einer Hufreheerkrankung, dass der Stoffwechsel nicht so funktioniert, wie er sollte.

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Mauke- juckendes Ekzem in der Fesselbeuge

Mauke, also eine Hautentzündung in der Fesselbeuge und an den Ballen von Pferden, tritt häufig dann auf, wenn die betroffenen Hautareale durch irgendeine Ursache geschwächt und damit anfällig für Entzündungen sind. Das können kleinste Verletzungen oder Reizungen der Haut sein. Durch die geschädigten Areale gelangen Krankheitserreger in die obersten Hautschichten und vermehren sich. Nun können sie ungehindert die einzelnen Hautschichten mit Hilfe von Eiweiß auflösenden Enzymen angreifen. Die Haut wird immer weiter geschwächt und für weitere Schädlinge wie Pilze, Milben und verschiedenste Bakterien angreifbar.

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Hufrollenentzündung (Podotrochlose)

Hören wir als Reiter den Begriff “Hufrolle“, dann denken wir sofort an eine mit Lahmheiten einhergehenden Erkrankung. Welche Strukturen genau betroffen sind und dass der Begriff als solcher eigentlich nur den betroffenen Bereich im Huf benennt und damit viele verschiedene Erkrankungen von der Hufrollenentzündung bis zur Hufrollennekrose gemeint sein können, wissen immer noch die Wenigsten unter uns. Ich möchte mich in diesem Artikel näher mit der Hufrollenentzündung, die auch Strahlbeinerkrankung oder auch Podotrochlose genannt wird, beschäftigen. Diese Erkrankung verläuft häufig schleichend, betrifft in den meisten Fällen die Vorderbeine und ist nicht ganz leicht zu diagnostizieren. more „Hufrollenentzündung (Podotrochlose)“

Strahlpilz- „Fußpilz“ bereitet Pferden Schmerzen

Wußten Sie, dass Pferde an Stahlpilz erkranken können? Nicht? Ich war auch bis vor kurzem noch ahnungslos. Dabei ist Stahlpilz eine recht verbreitete Erkrankung der Pferdehufe, die aber bisher noch selten besprochen und daher relativ unbekannt ist. Das schlimme daran: Strahlpilz ist gerade im Bereich der Ballen sehr schmerzhaft für das Pferd. Viele Fehlbelastungen, Schmerzreaktionen und rätselhafte Rittigkeitsprobleme können durch diese Krankheit verursacht werden. Um dem Schmerz zu entgehen, wird ein betroffenes Pferd versuchen, mit der Zehe aufzuhufen und so unangenehmen Druck auf dem Ballen zu vermeiden. Bei einem gesunden Pferd mit einem intakten Immunsystem und einer aufgrund eines optimalen Hufmechanismus guten Durchblutung der Hufstrukturen, hat Stahlpilz eigentlich keine Chance. Pilze vermehren sich besonders gut in feuchtwarmer Umgebung. Sind Huf und Immunsystem des Pferdes geschwächt, finden Pilze, die überall in der Umgebung des Pferdes vorkommen, hervorragende Lebensbedingungen. Das kann durch falsche Fütterung, Stress, eine andere Grunderkrankung, durch zu wenig Bewegung oder eine falsche Hufbearbeitung der Fall sein. Die Pilze nisten sich in kleinen Furchen im Huf ein, und können sich nun nach Lust und Laune vermehren. Ein Strahlpilz sollte immer behandelt werden, denn er kann aufgrund der Schmerzen die er verursacht zu weiterreichenden Schäden führen.

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