Flohsamen (Psyllium)

Das Psyllium ist eine niedrig wachsende Pflanze, die in Indien und im Iran beheimatet ist und zu den Wegerichgewächsen, gehört, gewonnen. Interessant sind für die Nutzung in der Pferdefütterung ausschließlich die Samen dieser Pflanze, die sich in runden Kapseln entwickeln. Sie sind oval und braunglänzend. Sind sie reif, springen sie aus der Fruchtkapsel. Dieser Prozess sieht aus, als würden Flöhe hüpfen- daher der Name.
Schon vor mehr als 2000 Jahren wurden Flohsamen vor allem in Indien zur Behandlung von Magen-Darm-Beschwerden eingesetzt. Doch auch europäische Ärzte haben in den vergangenen Jahrhunderten immer wieder Flohsamen zur Behandlung von Gicht, entzündeten Schleimhäuten oder zur Entgiftung des Körpers verwendet.

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Fütterung von Spezialrassen: Iberische Pferderassen

Zu den iberischen Pferderassen gehören als bekannteste Vertreter der spanische PRE, Andalusier und der portugiesische Lusitano. Aber auch Cruzados- also „Mischlinge“- Berber, Lipizzaner, Kladruber, Knabstrupper, Menorquins, Paso Fino, Paso Peruano, Barockpintos, Hispano Araber und Friesen können von ihren Ansprüchen an die Fütterung dazu gezählt werden. Allen gemein ist, dass sie in ihren Herkunftsländern gerade in der Aufzucht eher auf karge Kost angewiesen sind. Das führt dazu, dass gerade diese Pferderassen mit dem besonders reichhaltigen Futterangebot in unseren Breitengraden nicht gut zurechtkommen.

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Frauenmantel

Im Altertum galt der Frauenmantel geradezu als Wundermittel bei Beschwerden in den Wechseljahren, zur Regulierung des Hormonhaushaltes oder zur Stimulierung der Rosse. Er hat eine positive Wirkung bei Magen- und Darmstörungen, wirkt ausgleichend auf den gesamten Stoffwechsel und beruhigt bei Husten. Wie die Brennnessel auch, eignet sich bei dieser Pflanze die Durchführung einer Frühjahrskur. Äußerlich angewendet lindert der Frauenmantel Ekzeme und kann dabei helfen lästige Fliegen zu vertreiben.

Der Frauenmantel wird bis zu 40 Zentimeter hoch und zählt zu den Rosengewächsen. Seine Blätter sind langstielig und handförmig, an den Rändern fein gezahnt und leicht behaart. Die Blüten sind ebenfalls langstielig in Rispen angeordnet und unscheinbar blassgelb gefärbt. Am häufigsten ist der Frauenmantel auf Wiesen und Weiden, an Waldrändern oder an Bachläufen zu finden. Geerntet werden die frischen Blätter vor der Blütezeit.


Botanischer Name: Alchemilla vulgaris

Volksnamen: Taukraut, Perlkraut, Frauenhilf, Frauenrock

Familie: Rosengewächse

Inhaltsstoffe: Bitterstoffe, Gerbstoffe, Flavonoide, wenig ätherisches Öl

Anwendung: bei leichten Durchfällen, zur Geburtserleichterung, zur verbesserten Heilung der Geburtswege, bei Hauterkrankungen, Wunden und Geschwüren


Wirkungsweise:

  • zusammenziehend
  • blutreinigend
  • juckreizmildernd

Pferdefütterung im Winter

Da Pferde sich in der Regel niedrigen Temperaturen gut anpassen können, beeinträchtigt kaltes und nasses Wetter sie kaum. Das heißt allerdings nicht, dass sie nicht hinsichtlich der Fütterung auf den Winter vorbereitet werden sollten. Ein grundsätzlicher Überblick über den Energieaustausch (entstehende Wärme im Körper durch Stoffwechselvorgänge) soll helfen zu erklären, warum ein bestimmtes Fütterungsmanagement während des Winters notwendig ist. Eine Wärmebilanz aufzustellen, ist hier wohl der einfachste Weg um die die Wirkung von Kälte auf ein Pferd zu verstehen. Dabei geht es um das Wärme- oder Energiegleichgewicht beziehungsweise den Unterschied zwischen Wärmeverlust und Wärmegewinn über einen bestimmten Zeitraum.

Ist der Wärmeverlust größer als der Wärmegewinn, verliert das Pferd an Gewicht. Ist der Wärmegewinn in einer bestimmten Zeit höher als der Wärmeverlust, nimmt das Pferd an Gewicht zu. Bei kaltem Wetter erfolgt der wichtigste Verlust an Wärme an die Umgebungsluft. Denn je kälter die Luft um das Pferd herum ist, umso größer ist in der Regel der Wärmeverlust. Nicht zu vergessen: die größte Wärmeenergiequelle ist das Futter, da es Kalorien liefert, die in Wärme umgewandelt werden. Weitere kleinere Wärmequellen sind die Aktivität der Muskeln, Sonneneinstrahlung, die Wärme im Stall und überdachten Hallen durch kleine Heizkörper, Lampen oder Pferdesolarien.

Besonders wichtig für die Winterfütterung ist ein qualitativ hochwertiges und mengenmäßig angepasstes Raufutterangebot. Die Weide ist im Winter als eher kleine zusätzliche Futterquelle zu betrachten, da Pflanzen in der kalten Jahreszeit nährstoffarmer sind und der Erhaltungsbedarf des Pferdes bei kälteren Temperaturen auf bis zu 40 Prozent steigt. Pferde reagieren auf zweierlei Weise auf Kälte: zum einen sofort und zum anderen adaptiv oder durch Akklimatisierung. Dabei ist die Änderung ihres Verhaltens als Antwort auf eine abrupte Temperaturänderung zu verstehen. Sie suchen einen wind- und kältegeschützten Ort oder die direkte Nähe zu Artgenossen, um Wärmeverlust zu vermeiden. Sie hören auf, nach Futter zu suchen und bleiben stehen, um den Energieverbrauch zu senken.

Bei Pferden, die nicht geschoren sind, bildet sich eine wärmende Luftisolierschicht dadurch, dass sich das Fell aufstellt und die Haartiefe wirksam vergrößert wird. Sind Pferde dauerhaft kaltem Wetter ausgesetzt, akklimatisieren sie sich langfristig, indem sie ein entsprechend langes und dichtes Fell ausbilden oder Körpertemperatur und Atemfrequenz leicht senken. Um sich auf einen Temperaturabfall der durchschnittlichen Tagestemperatur von ca. 10 bis 15 Grad einzustellen, benötigen Pferde 10 bis 20 Tage.

Um mit der Kälte zurechtzukommen benötigen Pferde der meisten Rassen einen zusätzlichen Schutz oder besonderes Futter ab ca. -15 Grad – bei jungen Pferden im Wachstum ab ca. -10 Grad. Ausreichendes Qualitätsfutter muss es dem Pferd ermöglichen, adäquat Energie aufzunehmen. Dabei ist gutes Heu zur freien Verfügung am Wichtigsten. Während plötzlicher Kälteeinbrüche können dickere Pferde einige ihrer Fettreserven als Energie mobilisieren. Für alle Pferde gilt, dass sie grundsätzlich so viel fressen, dass der Wärmehaushalt im Gleichgewicht bleibt. Da lagerungsbedingt im Winter die Gehalte von Vitamin A, D, und E in den Futtermitteln sinken, sollte auf der Basis der Heuanalyse ein passendes Mineralfutter zugefüttert werden. Dabei muss bei der Ergänzung mit Getreide berücksichtigt werden, dass die Darmflora sieben bis zehn Tage benötigt, um sich auf die veränderte Ration einzustellen.

Da Wasser hilft, den Appetit und die verdauungsfördernden Funktionen beizubehalten, muss leicht erwärmtes Wasser (mindestens 10 Grad) immer zur Verfügung stehen. Hinweis: Schnee ist kein geeigneter Ersatz. Ein erwachsenes Pferd sollte pro Minusgrad unter -15 Grad weitere 2 Prozent mehr Energie zur Verfügung gestellt bekommen. Als Beispiel bedeutet das, dass ein gesundes Pferd mit 500 Kilogramm Körpermasse bei -20 Grad ca. 1 bis 2 Kilogramm zusätzliches Heu pro Tag benötigt. Bei einer geschlossenen Schneedecke kann der saubere Untergrund gut für die Verteilung des Heus auf der gesamten Fläche genutzt werden. In einem Stall oder Unterstand behalten Pferde bis zu 20 Prozent mehr ihrer Körperwärme als in freier Umgebung. Dabei ist ein Unterstand erst schützend, wenn er dreiseitig geschlossen und mindestens 8 Meter tief ist.

Auch wenn es etwas mehr Geld kostet, Pferde im Winter bedarfsgerecht zu ernähren ist es immer noch sinnvoller als durch Mängel resultierende Folgeerkrankungen in Kauf zu nehmen. Denn unterernährte Hengste verlieren möglicherweise die Fähigkeit, gute Samenflüssigkeit zu produzieren; sehr dünne Zuchtstuten haben eine niedrige Konzeptionsrate und unterernährte Jährlinge bleiben langfristig in ihrer Entwicklung zurück. Eine mengenangepasste Zufütterung im Winter ist also in fast jedem Fall erforderlich.


Quelle: Pferdefütterung nach Maß, Dr. Kathrin Irgang und Klaus Lübker, Cadmos Verlag

www.cadmos.de / www.louven-shop.de

Beinwell

Der Beinwell ist eine der bekanntesten Heilpflanzen, wenn es um Knochen, Knorpel, Sehnen und Bänder oder Bindegewebe geht. Er hat eine hervorragende heilende Wirkung, regt das Zellwachstum an und regeneriert somit das Gewebe und wirkt Entzündungen entgegen. Er wirkt leicht analgetisch und wird durch seine wundheilende und reizlindernde Wirkung meist äußerlich als Umschlag verwendet. (Äußerlich (Wurzel): 100 g (gepulvert oder geschnitten) in einem Liter Wasser zehn Minuten kochen. Das Ganze abkühlen lassen, Wurzel absieben, ausdrücken und Sud als Umschlag auf die betroffene Stelle geben. Äußerlich (Kraut und Blätter): 50 g in 500 ml heißem Wasser aufkochen, abkühlen lassen, absieben, ausdrücken und Sud als Umschlag auf die betroffene Stelle geben.) Wunden sollten vor dem Auftragen von Beinwell gründlich gereinigt werden, da ansonsten Schmutzpartikel oder ähnliches durch die schnell heilende Wirkung mit eingeschlossen werden können, was zu Entzündungen führen kann.

Der Beinwell ist eine bis zu einem Meter hohe Pflanze mit einer fingerbreiten, äußerlich schwarzen und innerlich weißen Wurzel. Die Stängel sind aufrecht und hohl und die Blätter einförmig-lanzettenförmig und bis zu 20 Zentimeter lang. Die Farbe der Blüten reicht von dunkellila über rot bis zu gelblich weiß. Meist ist der Beinwell an Gräben, Bachufern und feuchten Wiesen zu finden.


Botanischer Name: Symphytum officinale

Volksnamen: Bienenkraut, Schwarzwurz, Beinwurz, Kuchenkraut

Familie: Borretschgewächse

Inhaltsstoffe: Blätter und Kraut: Allantoin, Gerbstoffe, Rosmarinsäure, Schleimstoffe und Spuren von Pyrrolizidinalkaloiden, Vitamin B12
Wurzel: Allantoin, Schleimstoffe, Cholin, Gerbstoffe, Stärke, Triterpene, Sterole und Spuren von Pyrrolizidinalkaloiden

Anwendung:  bei Prellungen, Verstauchungen, Zerrungen, schlecht heilenden Frakturen, Sehnen-, Sehnenscheiden- und Schleimbeutelentzündung, Bluterguss, Furunkel, Lymphknotenschwellung bei fieberhaften Infekten, Geschwüre, Knochenhautentzündung, bei eitrigen Wunden, Überbeinen, Gallen, Arthrose oder Arthritis. Fördert massiv die Wundheilung und sorgt für ein schnelleres Schließen der Wunde.

Fertigpräparate: Kytta Salbe, Balsam oder Plasma; RestitutiondFluid PLV


Wirkungsweise:

  • entzündungshemmend
  • antiseptisch
  • abschwellend
  • zusammenziehend
  • schmerzlindernd
  • fördert die Kallusbildung (neues Knochengewebe nach Bruch)
  • lokal reizmildernd
  • wundheilungsfördernd
  • granulotionsfördernd (regt Gewebeneubildung an)
  • Verflüssigung des Wundsekretes
  • wundreinigend

Artischocke

Die Artischocke ist eine bis zu 2 Meter hohe diestelartige Pflanze, die bereits in der römischen Antike für Ihre Wirkung bekannt war. Sie besitzt große Blätter und blau-violette Blüten. Diese Blüten und der fleischige Blütenboden sind als leicht bitteres Gemüse bekannt und in vielen Küchen geschätzt. Für Pferde können die Blätter der Artischocke eine unterstützende Wirkung aufweisen, wenn es um Erkrankungen der Leber, Niere oder Galle geht. Dabei wirkt die Artischocke harntreibend und lipidsenkend an. Da bei einer Erkrankung der Leber oftmals Nährstoffimbalancen und Mangelsituationen von bestimmten Nährstoffen auftreten, sollten bei der Lebertherapie genau diese ausgeglichen werden um keine weiteren Leberzellen zu schädigen. Die Zugabe von Artischocken dient der Leberentgiftung und regt den Gallenfluss an.


Lateinischer Name: Cynara scolymus

Familie: Korbblütler (Asteraceae)

Inhaltsstoffe: Bitterstoffe (Cynarin), Vitamine A, C, E, Flavonoide, Enzyme (leicht antidiabetisch), CCS (Caffeeolylchinasäure) werden nur in der Teezubereitung gelöst, wichtig für die Wirkung.

Anwendung: Bei Blähungen und Gasansammlungen im Darm, Funktionsstörungen im Bereich der Leber, Appetitlosigkeit, Prophylaxe und Therapie von Gefäßerkrankungen, Vergiftung der Leber und zur Unterstützung des Leberstoffwechsels, mangelnder Sekretion der Verdauungsdrüsen sowie beim metabolischen Syndrom (begleitend)


Wirkungsweise:

  • Anregung der Gallenproduktion
  • Anregung der Gallenausschüttung
  • Lebervergiftung bekämpfend
  • lipidsenkend
  • harntreibend

Info: Nach einem sehr reichhaltigen Essen sollten Sie einen alkoholfreien Kräuterbitter aus dem Reformhaus genießen. Er enthält Artischocke und andere Kräuter, die die Fettverdauung unterstützen.

Atypische Weidemyopathie- rätselhafte Todesfälle bei Pferden

(auch atypische Weidemyoglobinurie)

Mit Schrecken lesen wir immer wieder von rätselhaften Todesfällen bei Weidepferden. Wissenschaftler der Martin Luther Universität Halle-Wittenberg forschten nach der Ursache für die gefürchtete „Atypische Weidemyopathie“ und sind offenbar fündig geworden.

Bei der Atypischen Weidemyopathie handelt es sich um eine zumeist im Herbst auftretende Erkrankung, die Herz- und Skelettmuskelzellen von Pferden zerstört. Die Krankheit wurde 1939 erstmals erwähnt. Damals war sie in Wales aufgetreten. 1995/96 gab es die ersten Fälle in Deutschland. Seitdem tritt die Erkrankung jedes Jahr hierzulande auf. 2013 starben über 500 Pferde in Deutschland und über 1000 Pferde weltweit an der Atypischen Weidemyopathie (Zahlen-Quelle: www.doris-lenzen.de)

Ursachen:

Ganz sicher sind sich die Forscher noch nicht, was die Ursache der Erkrankung anbetrifft. Seit 2012 kommt aber immer mehr Bewegung in die Ursachenforschung. Beim 15. Pferdeworkshop auf der Burg Warberg, beschrieb Dr. med. vet. Mandy Bochnia von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg im September 2014 ihre jüngsten Forschungsergebnisse. Sie kam zu dem Schluss, dass auf allen von ihr untersuchten Weiden mit Todesfällen von Pferden der Berg-Ahorn im direkten oder indirekten Umfeld zu finden war. Auch die Blutparameter der betroffenen Tiere erhärten nun den Verdacht, dass das Hypoglycin A aus dem Berg-Ahornsamen die Vergiftungen verursacht. Was ist Hypoglycin A? Die Substanz wurde erstmalig 1954 aus der Aikeefrucht isoliert und als nicht-proteinogene Aminosäure identifiziert. Diese Aminosäure hat hypoglykaemische also zuckersenkende Eigenschaften. 1958 wurde erstmals eine Vergiftung bei Tieren durch Hypoglycin A beschrieben.  Ausgehend von diesem Wissen, wurde begonnen die Samen des Berg-Ahorns in Zusammenhang mit der Atypischen Weidemyopathie zu untersuchen. Dabei wurde festgestellt, dass Pferde bei der Futtersuche, Bergahornsamen fressen. Nach der Aufnahme der Samen entsteht im Pferdekörper ein giftiges Stoffwechselprodukt namens Methylenecyclopropylaceticacid (MCPA). Dieses Stoffwechselprodukt hemmt die multiple Acyl-CoA Dehydrogenase und behindert dadurch den oxidativen Fettsäureabbau und damit die Energiezufuhr im Körper. Das deckt sich mit Beobachtungen von anderen Forschern in den USA und in Europa, die ebenfalls im Blut betroffener Tiere Hypoglycin A nachwiesen. Auch in Belgien und Holland wurde der Ahorn in der Nähe aller Koppeln gefunden, auf denen Pferde erkrankten.

Krankheitsverlauf:

Erste Anzeichen der Erkrankung können innerhalb weniger Stunden aber auch bis zu 72 Stunden nach Aufnahme der giftigen Substanz auftreten. Im Anfangsstadium zeigt das Pferd Anzeichen einer Kolik. Muskelschwäche und Muskelzittern können beobachtet werden. Steifheit, vermehrtes Schwitzen, schwankender bzw. steifer Gang,  vermehrtes Liegen sowie Apathie bis hin zur Somnolenz sind weitere Anzeichen der Vergiftung. Im weiteren Verlauf erhöhen sich der Puls und die Atemfrequenz. Das Pferd schwitzt auffallend stark, die Blutwerte CK und LDH sind zu diesem Zeitpunkt tausendfach erhöht. Das Pferd steht mit gesenkter Kopf-Hals-Haltung, neigt zum Festliegen und hat Kau- und Schluckbeschwerden. Der Harnabsatz fällt ihm trotz gefüllter Harnblase schwer, es kann zur Harnblasenlähmung kommen. Der Harn ist rotbraun bis kaffeebraun gefärbt, der Absatz erfolgt dann meist erst nach dem Tod des Pferdes  (durch Zerstörung der Muskulatur wird Myoglobin ausgeschieden).  Im letzten Krankheitsstadium kommt es meist zum Festliegen mit rudernden Beinbewegungen und dann zum Tod. Dieser tritt in der Regel nach 12-72 Stunden ein.

Prognose:

Die Sterblichkeit bei der Atypischen Weidemyopathie liegt bei 75 bis 90 Prozent innerhalb von bis zu 72 Stunden nach den ersten Symptomen durch Atemstillstand oder Herzversagen. Einige Pferde überleben. Dabei kann es aber sein, dass das Tier für den Rest seines Lebens an den Muskelschäden, die die Krankheit verursacht, leidet. Nur wenn Herz und Nieren nicht zu stark beeinträchtigt sind, kann sich das Pferd wieder erholen. Ob es wieder geritten werden kann, hängt vom Grad der Schäden ab. In seltenen Fällen erholen sich die Pferde wieder.

Risikopatienten/ Risikofaktoren:

  • häufig nach großen Temperaturgefälle zwischen Tag und Nacht (frostige Nächte)
  • häufig sind die Weiden, auf denen die Krankheit auftritt abgemagert und stark verbissen
  • die Pferde haben meist 24h Weidegang bis in den Spätherbst  ohne weitere Zufütterung
  • häufiger sind Jungpferde bis drei Jahre betroffen
  • männliche Tiere sind häufiger betroffen
  • die Tiere sind meist gut genährt

Vorbeugen:

  1. Weiden auf denen Tiere schon erkrankt sind meiden
  2. Pferde auf Paddocks oder Ausläufe stellen bei ungünstigen Wetterbedingungen im Herbst und Frühjahr
  3. Zufütterung von ausreichend Grobfutter (überdachte Futterraufe! Nicht vom Boden füttern) und Zugang zu einwandfreiem Leitungswasser
  4. Zugang zu einer ausreichenden Mineralversorgung (möglichst Einzeltierfütterung) zur Vermeidung des Fressens von Erde
  5. Weiden mit Bergahorn im Herbst und Frühjahr am besten meiden

Symptome:

im Anfangsstadium:

  • Zeichen einer Kolik, dabei meist normale Darmgeräusche
  • Muskelschwäche
  • Steifheit
  • vermehrtes Schwitzen
  • schwankender bzw. steifer Gang
  • Blutwerte von Muskelenzymkonzentrationen wie z.B. Creatininkinase sind sehr stark erhöht
  • auch Leberwerte und LDH können stark erhöht sein
  • Hypokalzämie (Kalziummangel)

Im weiteren Verlauf:

  • Apathie
  • erhöhter Puls (oft über 100 Schläge pro Minute (normal: 30 bis 40)
  • Körpertemperatur kann erhöht sein oder auch bei normalen 37,5 bis 38,2 Grad Celsius (Pferde unter 2 Jahren: 37,5 bis 38,4 Grad) liegen
  • erhöhte Atemfrequenz (liegt deutlich über den normalen 8 bis 16 Zügen pro Minute)
  • gesenkte Kopf-Hals-Haltung
  • Festliegen, Kau- und Schluckbeschwerden (weil Zungen- und Kaumuskulatur versagen)
  • Harnabsatz beeinträchtigt
  • Harnblase gefüllt mit rotbraun gefärbtem Harn  (durch Zerstörung der Muskulatur wird Myoglobin ausgeschieden)
  • Tod nach 12-72 Stunden

Behandlung durch den Tierarzt:

Erste Maßnahmen:

  • zeigt das Pferd typische Symptome, sollte umgehend der Tierarzt gerufen werden.
  • das Pferd sollte nicht bewegt werden– höchstens zum nächsten Stall oder Unterstand, wo es behandelt werden kann.
  • ist die Körpertemperatur zu niedrig (unter 37 Grad Celsius), halten Sie das Pferd mit Decken warm
  • das Pferd sollte möglichst nicht gefüttert werden, da erkrankte Pferde an Schluckbeschwerden leiden können
  • keine längeren Transporte, diese können die Symptome verstärken. Aus diesem Grund raten viele Experten, das Pferd möglichst zu Hause im Stall behandeln zu lassen und nur in die Klinik zu fahren, wenn eine Intensivbetreuung im Heimatstall nicht möglich ist.

Der Tierarzt wird nach Eintreffen zunächst versuchen die Vergiftungserscheinungen einzudämmen und das Pferd zu stabilisieren. Dabei erhöht eine sofortige Behandlung die Überlebenschance.

Behandlung der Symptome:

  • Infusionen zur Spülung der Nieren und zum Ausgleich des Elektrolythaushalts (wichtig, da die Vergiftung auch einen starken Kalziummangel verursachen kann)
  • Schmerzmittel, wirken schmerzlindernd und entzündungshemmend
  • Acepromazin ist ein Neuroleptikum und Sedativum. Es verbessert die Durchblutung und beschleunigt so den Muskelstoffwechsel und damit den Abtransport von zerfallenen Zellen aus dem Körper
  • bei Stress und starken Schmerzen entstehen sehr schnell starke Magengeschwüre, diese werden mit Omeprazol behandelt, um die die angegriffene Magenschleimhaut zu schützen
  • viele Tierärzte setzen zusätzlich  Vitamin-E- und Selen-Präparate ein. Ob diese hilfreich sind, ist bisher nicht erwiesen.

Alternative Behandlung + Besonderheiten bei der Fütterung:

Auch wenn Symptome wie Muskelschmerzen, entzündete Nieren, Schwäche, Atemnot und erhöhte Herzfrequenz mit alternativen Methoden behandelt werden können, sollte in diesem Fall höchste Alarmbereitschaft gelten und sofort der Tierarzt geholt werden. Jede Minute zählt, da die Sterblichkeit bei dieser Krankheit sehr hoch ist, sollte nicht mit Fütterung oder homöopathischer Behandlung experimentiert werden. Dr Mandy Bochnia empfiehlt vorbeugend, darauf zu achten, dass auch bei der Weidehaltung die Deckung der Mengen- und Spurenelemente über die Fütterung von Wiesenheu ausreichend gedeckt werden. Außerdem sollte den Pferden immer ein Salzeckstein zur freien Verfügung stehen. Zink sollte insbesondere zu Zeiten des Fellwechsels vornehmlich zusammen mit Biotin ergänzt werden.

Quellen:

  1. Dr. med. vet. Mandy Bochnia, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Vortrag vom 27.09.2014 im Rahmen des 15. Pferdeworkshops auf der Burg Warberg
  2. CAVALLO Medizinkompendium, November 2013

 

 

Blähungen: Wenn zu viel Luft im Bauch ist

Wenn der Bauch Ihres Pferdes aussieht wie ein Heißluftballon, dann stimmt etwas mit der Verdauung nicht.

Fakten:

Blähungen werden beim Pferd von Tierärzten auch Meteorismus genannt. Dabei entstehen vermehrt Gase im Darm. In schweren Fällen spricht man von einer Gaskolik. Dabei kann durch die Gase der Darm überdehnt werden, sich verschlingen oder sogar reißen. Eine Gaskolik kann also unbehandelt im schlimmsten Fall tödlich verlaufen.

Der Druck, der von den Gasen verursacht wird, ist schmerzhaft, so dass betroffene Pferde häufig druckempfindliche Bäuche haben und in der Bewegung steif wirken. Gefährlich wird es auch, wenn die Blähungen dafür sorgen, dass der Darm auf das Zwerchfell drückt. Hier können dann auch Herz und Lunge beeinträchtigt werden.

Symptome:

Bei leichten Blähungen:

  • Bauchschmerzen
  • Schmerzgesicht
  • es geht wenig Kot und viel Gas ab
  • laute Darmgeräusche
  • Umdrehen zum Bauch
  • leichte Apathie oder Unruhe

Bei schweren Blähungen:

  • Wälzen
  • Schlagen unter den Bauch
  • Hinlegen bis zum Hinwerfen
  • Schwitzen
  • starke Darmbewegung bis hin zu Darmlähmung
  • stark aufgegaster Bauch
  • beschleunigter Puls
  • schnelle und flache Atmung
  • Atemnot
  • Kreislaufprobleme bis hin zu Kreislaufversagen
  • Schock

Ursachen:

Man unterscheidet zwischen zwei Arten von Blähungen beim Pferd: Beim sog. primären Meteorismus hat das Pferd Futter zu sich genommen, das zu einer starken Gasbildung führt, indem es die Verdauungsvorgänge im Magen und Darm stört. Futter, das solche starken Blähungen auslöst, kann sein:

  • junges Gras/Klee (Achtung beim Anweiden!)
  • rohfaserarme Kost
  • frisches Brot
  • zu eiweißreiche Kost (Achtung z.B. mit zu vielen Leckerchen! Auch Silage oder Weidegang)
  • Obst oder Gemüse (Birnen blähen sehr stark, hier ist Vorsicht geboten!, zu viele Äpfel können auch zu Blähungen führen, für Karotten, Rüben & Co gilt dasselbe)
  • welkes/erhitztes Grünfutter

Aber auch zu stärkehaltige Mahlzeiten etwa aus Getreiderationen oder auch abrupte Futterwechsel können zu einer Verschiebung der Darmflora und damit einer Fehlbesiedelung des Darms führen.  Beim sog. sekundären Meteorismus ist eine andere Darmerkrankung des Pferdes ursächlich für die Aufgasung. Eine solche Erkrankung kann z.B. sein:

  • ein Darmverschluss (Ileus)
  • eine Motorische Störung des Darms (paralytischer Ileus)

Weil es bei diesen Erkrankungen zu Engpässen in der Darmpassage kommt, kann der Futterbrei nicht mehr weiter rutschen. Deswegen bildet sich Gas. In diesem Fall ist ein sofortiger Tierarztbesuch unerlässlich, da sonst der Darm noch weiter geschädigt wird. Ebenso ursächlich für Aufgasungen beim Pferd, kann es sein, wenn das Pferd besonders schnell frisst, gestresst ist oder seine Leber überlastet ist. Auch Zahnprobleme können dazu führen, dass Futter nicht ausreichend eingespeichelt in den Magen gelangt und damit der komplette weitere Futtertransport die Darmflora belastet. Allergien und Futtermittelunverträglichkeiten, das Luftziehen beim Koppen sowie hormonelle Dysbalancen bei Stuten können ebenfalls Blähungen hervorrufen.

Krankheitsverlauf:

Hat ein Pferd Blähungen (Meteorismus) ist es ratsam, den Tierarzt zu Rate zu ziehen. Blähungen können in unterschiedlich starkem Maße auftreten. Dabei können schon leichte Aufgasungen schmerzhaft für das Pferd sein und zu Rittigkeitsproblemen führen. Bei größeren Mengen an Gasen im Bauch kann es schnell gefährlich werden, da einzelne Darmabschnitte dabei stark gedehnt werden. Überdehnungen des Darms, Motilitätsstörungen bis hin zum Darmriss können die Folge sein. Es besteht dann Lebensgefahr.

Ein Tierarzt sollte also möglichst schnell die Ursache für die Blähungen finden und behandeln, da besonders eine frühzeitige Behandlung Komplikationen vermeiden hilft.    

Diagnose: 

  1. gründliche Untersuchung durch den Tierarzt
  2. Fütterung überprüfen
  3. Allgemeinuntersuchung unter besonderer Beachtung von Kreislauf und Atmung
  4. Ausschluss einer vorliegenden Kolik
  5. rektale Untersuchung zur Feststellung, welche Darmabschnitte besonders betroffen sind
  6. Ausschluss eines Darmverschlusses oder ähnlicher anderer Probleme
  7. Einführung einer Nasen-Schlund-Sonde um Futter und Gas aus dem Magen zu beurteilen
  8. eventuell kann auch ein Ultraschall des Darms gemacht werden

Prognose:

Die Prognose ist vom Grund für die Symptome und vom Schweregrad der Beschwerden abhängig. Handelt es sich um fütterungsbedingte Blähungen, die auftreten, weil das Falsche gefüttert wurde, kann die Prognose gut sein. Leidet das Pferd jedoch an Magen- oder Darmerkrankungen, die zu den Blähungen führen, ist ausschlaggebend, wie schwer die Grunderkrankung ist. Je eher das Pferd behandelt wird und je geringer die Symptome sind, desto besser sind die Heilungschancen.

Risikopatienten:

  • Kopper
  • Allergiker
  • Stresspatienten
  • Pferde mit Stoffwechselproblemen

Was ist zu tun?

Wenn das Pferd nun trotz aller Vorsichtsmaßnahmen unter einem aufgeblähten Bauch leidet, sind folgende Maßnahmen zu ergreifen:

  1. Leichte Bewegung an der Hand im Schritt (Denk daran: Dein Pferd hat Bauchschmerzen! Es darf jetzt weder gescheucht werden, da dabei Darmschlingen entstehen können, noch solltest Du es reiten. Ein angelegter Sattelgurt kann zu Verspannungen führen, die wiederum dazu führen können, dass die Gase nicht abgehen können) oder wenn das Pferd es selbst anbietet in einem langsamen Trab.
  2. Das Pferd darf sich ruhig auch wälzen. Auch das kann dabei helfen, dass sich der „Pups löst“.
  3. Untersuchung durch den Tierarzt, wenn durch die Bewegung die Symptome nicht besser werden
  4. Behandlung durch den Tierarzt

Alternative Behandlung und Besonderheiten bei der Fütterung:

Kräuter wie Fenchel, Anis und Kümmel können entblähend wirken. Auch der Esparsette wird eine entblähende Wirkung zugeschrieben. Bei der Fütterung sollte immer darauf geachtet werden, dass das Futter möglichst schimmel- und pilzfrei ist.  Eine Darmsanierung kann der entgleisten Darmflora helfen zu regenerieren.

Autor: Agnes Trosse

Quellen:                                                                                                                                                                                               Dr. med. vet. Iris Kiesewetter, tiermedizinportal.de                                                                                                                Dr. Susanne Weyrauch
Huskamp, B. et al.: Handbuch Pferdepraxis. Enke, Stuttgart 2006
Wintzer, H.-J.: Krankheiten des Pferdes: Ein Leitfaden für Studium und Praxis. Parey, Berlin 1999

 

Nachtkerze

Seit dem 18. Jahrhundert wird die Nachtkerze als Nahrungs- und Heilmittel genutzt. Nachtkerzenöl wird aus dem Samen der Nachtkerze, auch Oenothera biennis L. genannt, durch Pressung und Filtration gewonnen. Es ist bekannt für seine besonders positive Wirkung auf Haut und Fell von Pferden. Die reichlich enthaltene Gamma-Linolsäure muss dem Körper als essentielle Fettsäure über die Nahrung zugeführt werden. Sie trägt zu seidig glänzendem Fell sowie einem geschmeidigen Hautgefühl bei Pferden bei. In Zeiten des Fellwechsels wirkt sie unästhetischer Schuppenbildung entgegen. Zudem fördert Nachtkerzenöl ein schnelles Abheilen aufgeschürfter Hautstellen. Auf Druckstellen und Fellblessuren ist es eine wahre Wohltat für Pferde. Mit Nachtkerzenöl lassen sich auch Pferde behandeln, die am Sommerekzem leiden. Das häufig mit dieser Hautkrankheit verbunden Scheuern und Aufreiben der juckenden Hautstellen wird durch das Auftragen des Öls gemildert. Daher ist es nicht verwunderlich, dass Nachtkerzenöl seit über 300 Jahren ein bewährtes und beliebtes Naturheilmittel ist.

Die Nachtkerze verfügt über aufrechte Stängel an deren sich ihre Blätter länglich verkehrt anordnen. Sie wird bis zu einem Meter hoch und an der Spitze befinden sich ihre über zwei Zentimeter großen, schwefelgelben, duftenden Blüten, die sich meist erst am Abend öffnen.


Botanischer Name: Oenotherae oleum

Volksnamen: Sommerstern, Nachtstern, Abendblume

Familie: Nachtkerzengewächse

Inhaltsstoffe: Fettes Öl mit 60-80 % Linolsäure, 8-14 % y-Linolensäure

Anwendung:  Bei Druckstellen, Juckreiz, Hautschorf, Schuppen, trockener Haut oder Sommerekzem


Wirkungsweise:

  • entzündungshemmend
  • juckreizlindernd
  • immunmodelierend

Ringelblume

Die Ringelblume ist eine natürliche Heilpflanze mit besonders vielfältiger Wirkkraft. Sie enthält Schleimstoffe, Bitterstoffe, ätherische Öle und Flavonoide. Diese wirken im Inneren des Pferdekörpers harntreibend und blutreinigend, indem sie die entgiftende Funktion der Leber und der Nieren unterstützen. Ringelblumen regen die Schweißproduktion an, wodurch die Entgiftung des Körpers zusätzlich unterstützt wird. Auf einen matten Kreislauf wirken sie stimulierend und anregend. Äußerlich angewandt haben Ringelblumenblüten eine positive Wirkung auf die Haut. Die enthaltenen Flavonoide wirken in Kombination mit den ätherischen Ölen entzündungshemmend. Bei kleineren Hautverletzungen, Quetschungen oder Geschwüren sind Ringelblumen eine wahre Wohltat für die betroffenen Stellen. In Form einer Kompresse, Salbe oder eines Breiumschlags tragen sie zu einer raschen Abheilung geschädigter Hautpartien ab. Sogar bei schwerwiegenden Hauterkrankungen wie dem Sommerekzem tragen Ringelblumen zur Linderung des Juckreizes und Regeneration der strapazierten Hautstellen bei.

Als einjährige, anspruchslose Pflanze wird die Ringelblume bis zu 60cm hoch. Ihre Stängel sind kantig und filzig behaart mit länglichen und ebenfalls behaarten Blättern. Ihre gelb-orangenen Blüten sieht man die Ringelblume häufig an Wegesrändern, Zäunen und in vielen Gärten.


Botanischer Name: Calendula officinalis

Volksnamen: Goldblume, Butterblume, Ringelrose

Familie: Korbblütler

Inhaltsstoffe: Ätherisches Öl, Calendula-Sapogenin, Saponine, Glykoside, Bitterstoffe, Flavonoide, Schleimstoffe

Anwendung:  bei Prellungen, Quetschungen, Wunden, Verbrennungen, Geschwüren, Ekzemen, Warzen, Pilzerkrankungen, Entzündungen der Schleimhäute und Strahlfäule


Wirkungsweise:

  • antiviral
  • pilzabtötend
  • antibakteriell
  • gegen Ödeme
  • entzündungshemmend
  • granulationsfördernd
  • wundheilungsfördernd