Andorn

Der Andorn zählt zu den ältesten bekannten Heilpflanzen und ist in zahlreichen Hustenbonbons oder -säften enthalten. Vor allem bei trockenem, Asthma ähnlichem Husten hat sich der Andorn seit Alters her bewährt. Seine Inhaltsstoffe wirken stark schleimlösend und seine Bitter- und Gerbstoffe wirken sich positiv auf die Magenschleimhaut aus und regen den Appetit an. Aufgrund seines eher bitteren Geschmacks, sollte der Andorn mit weiteren schmackhaften Kräutern vor der Fütterung vermischt werden. Bei Äußerlicher Anwendung soll er gegen Geschwüre und Hautverletzungen hilfreich sein.

Der Andorn ist eine 40 bis 60 Zentimeterhohe Pflanze mit vierkantigen Stängeln, die hohl und stark behaart sind. Seine Blätter sind gestielt, kerbig gezähnt und unterseitig stark behaart. Von Juni bis September präsentiert er seine weißen Blüten. Ursprünglich stammt die Pflanze aus Südeuropa und wurde in Mitteleuropa eingebürgert. An Hecken und Zäunen, auf Schuttplätzen oder trockenen Wiesen ist diese Pflanze meist zu finden.


 

Botanischer Name: Marrubium vulgare

Volksnamen: Weißer Dorant, Weißer Andorn

Familie: Lippenblütler

Inhaltsstoffe: Bitterstoffe, Gerbstoffe, Harze, ätherisches Öl

Anwendung:  bei Achylie des Magens (zu wenig Magensaft), Vorbeugung von Koliken und Durchfall, Appetitlosigkeit, Entzündungen der Luftwege, wie z.B. Bronchitis, chronischer Husten


 

Wirkungsweise:

  • sekretlösend
  • auswurffördernd
  • Anregung der Gallenproduktion
  • kreislaufanregend
  • appetitanregend

Beinwell

Der Beinwell ist eine der bekanntesten Heilpflanzen, wenn es um Knochen, Knorpel, Sehnen und Bänder oder Bindegewebe geht. Er hat eine hervorragende heilende Wirkung, regt das Zellwachstum an und regeneriert somit das Gewebe und wirkt Entzündungen entgegen. Er wirkt leicht analgetisch und wird durch seine wundheilende und reizlindernde Wirkung meist äußerlich als Umschlag verwendet. (Äußerlich (Wurzel): 100 g (gepulvert oder geschnitten) in einem Liter Wasser zehn Minuten kochen. Das Ganze abkühlen lassen, Wurzel absieben, ausdrücken und Sud als Umschlag auf die betroffene Stelle geben. Äußerlich (Kraut und Blätter): 50 g in 500 ml heißem Wasser aufkochen, abkühlen lassen, absieben, ausdrücken und Sud als Umschlag auf die betroffene Stelle geben.) Wunden sollten vor dem Auftragen von Beinwell gründlich gereinigt werden, da ansonsten Schmutzpartikel oder ähnliches durch die schnell heilende Wirkung mit eingeschlossen werden können, was zu Entzündungen führen kann.

Der Beinwell ist eine bis zu einem Meter hohe Pflanze mit einer fingerbreiten, äußerlich schwarzen und innerlich weißen Wurzel. Die Stängel sind aufrecht und hohl und die Blätter einförmig-lanzettenförmig und bis zu 20 Zentimeter lang. Die Farbe der Blüten reicht von dunkellila über rot bis zu gelblich weiß. Meist ist der Beinwell an Gräben, Bachufern und feuchten Wiesen zu finden.


Botanischer Name: Symphytum officinale

Volksnamen: Bienenkraut, Schwarzwurz, Beinwurz, Kuchenkraut

Familie: Borretschgewächse

Inhaltsstoffe: Blätter und Kraut: Allantoin, Gerbstoffe, Rosmarinsäure, Schleimstoffe und Spuren von Pyrrolizidinalkaloiden, Vitamin B12
Wurzel: Allantoin, Schleimstoffe, Cholin, Gerbstoffe, Stärke, Triterpene, Sterole und Spuren von Pyrrolizidinalkaloiden

Anwendung:  bei Prellungen, Verstauchungen, Zerrungen, schlecht heilenden Frakturen, Sehnen-, Sehnenscheiden- und Schleimbeutelentzündung, Bluterguss, Furunkel, Lymphknotenschwellung bei fieberhaften Infekten, Geschwüre, Knochenhautentzündung, bei eitrigen Wunden, Überbeinen, Gallen, Arthrose oder Arthritis. Fördert massiv die Wundheilung und sorgt für ein schnelleres Schließen der Wunde.

Fertigpräparate: Kytta Salbe, Balsam oder Plasma; RestitutiondFluid PLV


Wirkungsweise:

  • entzündungshemmend
  • antiseptisch
  • abschwellend
  • zusammenziehend
  • schmerzlindernd
  • fördert die Kallusbildung (neues Knochengewebe nach Bruch)
  • lokal reizmildernd
  • wundheilungsfördernd
  • granulotionsfördernd (regt Gewebeneubildung an)
  • Verflüssigung des Wundsekretes
  • wundreinigend