Thymian

Thymian ist eine alte Heilpflanze, die bereits den Ägyptern nützliche Dienste erwies. Er wirkt entzündungshemmend und reizmildernd bei Entzündungen im Mund und Rachen sowie bei Husten. Diese Wirkung ist zurückzuführen auf die enthaltenen ätherischen Öle, die antibakteriell wirken und zudem die Ausbreitung von Hautpilzen hemmen können. Auch bei Verstimmungen des Magen-Darm-Traktes verschafft Thymian rasch Abhilfe. Er wirkt entkrampfend und reguliert gestörte Verdauungsprozesse, die zu Blähungen, Durchfall oder schmerzhaften Krämpfen führen können. Die Vielseitigkeit des Thymians zeigt sich bei einem Blick auf seine äußere Anwendbarkeit. Er lindert den Juckreiz wunder Hautstellen, wirkt entzündungshemmend und fördert die Wundheilung. Damit ist eine Fütterung an Pferde mit Hauterkrankungen wie Akne, eitrigen Hautstellen und Ekzemen besonders zu empfehlen. Denn Thymian ist eine wahre Wohltat für Pferde und kann ebenfalls bei Gebärmutterinfektionen und Störungen des Abgangs der Nachgeburt helfen. Tragenden Stuten sollte Thymian allerdings nicht gefüttert werden.

Der Thymian ist ein kleiner Halbstrauch, der bis zu 40 Zentimeter hoch wachsen kann. Die Blätter sind länglich-elliptisch, unterseitig behaart und wachsen an vierkantigen Stängeln. Seine rosa Blüten sind in kleinen Ähren angelegt.

Hinweis: Wegen des hohen Gehalts an ätherischem Öl muss Thymian genau dosiert werden. Bei Pferden sind 15 Gramm pro Tag völlig ausreichend.


Botanischer Name: Thymus vulgaris

Volksnamen: Immenkraut, Demut, Gartenthymian

Familie: Lippenblütengewächse

Inhaltsstoffe: Ätherische Öle, Oleoresine, Phenole (Thymol und Carvacro), Flavonoide, Gerbstoffe,

Anwendung:  bei Atemwegserkrankungen, Entzündungen, Hautirritationen, Magen-Darm-Beschwerden, Infektionen


Wirkungsweise:

  • entzündungshemmend
  • krampflösend
  • schleimlösend
  • wurmtreibend
  • desinfizierend
  • bakterien- und pilztötend

Weidenrinde

Weidenrinde gilt weithin als die natürliche Alternative zu chemischen Schmerztabletten. Sie wirkt schmerzlindernd und entzündungshemmend. Zudem hat sie eine fiebersenkende Wirkkraft. Ihr Hauptwirkstoff Salicin wird im Darm von Pferden in Salicylsäure umgewandelt, die unter anderem auch in bekannten Schmerzmitteln enthalten ist. Anders als diese ist Weidenrinde jedoch wesentlich schonender zur Magenschleimhaut und reizt diese bei ohnehin schon bestehenden Schmerzen nicht noch zusätzlich. Traditionell wird Weidenrinde an Pferde gefüttert, die häufig Erschöpfungszustände aufweisen und meist matt und lustlos in ihrer Box stehen. Bei chronischen Gelenkbeschwerden, Rückenschmerzen oder Rheuma trägt sie zu einer erheblichen Verbesserung des Zustands bei. Zudem kann Weidenrinde zu einem Sud aufgekocht werden, mit dem man nach einem anstrengenden Ritt die beanspruchten Muskelpartien einreiben kann. Dies ist garantiert für jedes Pferd eine wohltuende Tat.

Die Weiß-Weide an sich ist ein bis zu 15 Meter hoher Baum mit einer grau-weißen groben Rinde. Die schwach glänzenden Blätter sind dunkelgrün, lanzettenförmig und bis zu zehn Zentimeter lang. In Europa kommt die Weide häufig, meist an feuchten Standorten, vor. Sie blüht in den bekannten „Weidenkätzchen“.

Hinweis: Bei tragenden Stuten sollte Weidenrinde nicht als Heilmittel verwendet werden.


Botanischer Name: Salix Alba

Volksnamen: Silberweide

Familie: Weidengewächse

Inhaltsstoffe:  Gerbstoffe, Phenolglykoside, Salicin, Flavonoide

Anwendung:  bei Fieber, Entzündungen, Schmerzen oder Infektionen


Wirkungsweise:

  • entzündungshemmend
  • keimtötend
  • schmerzlindernd
  • fibersenkend
  • harntreibend
  • muskelentspannend (bei Pferd und Reiter)
  • krampflösend

Anis

 Anis

Die reifen Früchte des Anis haben einen wohlriechenden Duft und sind voller schmackhafter Aromen. Aus diesem Grund ist Anis auch in zahlreichen Husten- und Atemkräutermischungen enthalten. Dank seiner ätherischen Öle hat er eine krampflösende und auswurffördernde Wirkung bei Katarrhen der Atemwege. Anis erhöht die Sekretion der Bronchien und verflüssigt das schleimige Sekret wirkt aber auch beruhigend und krampflösend auf den Magen-Darm-Trakt. Außerdem kann Anis eine stimulierende Wirkung auf die Rosse haben und helfen äußerliche Parasiten wie zum Beispiel Läuse oder Milben abzuwehren.

Die Anispflanze wird bis zu 50 Zentimeter hoch. Seine Stängel sind fein behaart und die Hauptblätter langstielig und ungeteilt. Die Anisblüte besteht aus Dolden mit fünf bis zehn kleinen Dolden. Wenn diese erblühen. Kommen kleine weiße Blüten zum Vorschein. Ursprünglich stammt Anis aus dem östlichen Mittelmeerraum und wurde dort bereits um 1.500 vor Christus als Heilpflanze entdeckt und angewendet. Verwendet werden die reifen und anschließend getrockneten Samen der Pflanze, die im Mitt- bis Spätsommer geerntet werden, sobald sie eine gelbbraune Farbe angenommen haben.


Botanischer Name: Pimpinella anisum

Volksnamen: Anis-Bibernelle, Brotsame, Süßer Fenchel

Familie: Doldenblütler

Inhaltsstoffe: Ätherisches Öl, Anethol, Phenolcarbonsäuren, Flavonoide

Anwendung: bei Husten und Schnupfen, Magen-Darm-Beschwerden, Parasitenbefall


Wirkungsweise:

  • schleimlösend
  • krampflösend
  • auswurfsfördernd
  • parasitenabwehrend

Pferde richtig duschen

Bei sommerlichen Temperaturen herrscht oft Stau an den Waschplätzen unserer Ställe. Vor dem Reiten oder nach dem Reiten – kaum ist es über 25 Grad, lassen Reiter kaltes Wasser über die Pferdebeine und den Körper fließen.

Aber was bewirkt das Duschen unserer Pferde genau und kühlt es sie wirklich ab?

Ein kurzes Abspritzen kühlt ein Pferd in der Regel nicht ab. Genauso wenig wie das reine Abspritzen der Beine. Denn auf eine kurzzeitige, kalte Dusche reagiert der Körper mit einem Kältereiz und schickt Wärme an die gekühlte stelle. Ergebnis – Beine oder Körper werden warm. Um dem Pferd wirklich ein „Cooldown“ zu verpassen, solltet ihr mindestens 10 Minuten kühlen. Dabei sollte die Wassertemperatur nicht unter 15 Grad sein. Beginnt mit der Dusche unten am Bein. Bestenfalls erst die Hinterbeine langsam von Huf- bis auf Kniehöhe und dann die Vorderbeine von Huf– bis auf Brusthöhe, hoch über den Unterhals auf den Oberhals und dann über den Körper von vorn nach hinten. Achtet darauf, dass der Wasserstrahl nicht zu hart ist und benutzt gern Sprühaufsätze, die das Wasser sprühregenartig verteilen. Den Pferdekopf solltet ihr nicht abduschen, da kein Wasser in die Ohren der Pferde gelangen darf. Hier ist es sinnvoller einen Schwamm zu nutzen um Schweißrückstände zu entfernen.

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Über die Sommermonate ist eine tägliche Dusche für Pferde – ohne Shampoo – in der Regel unbedenklich. Das gilt für Huf, Haut und Haar. In freier Wildbahn gehen Pferde gern schwimmen und kühlen sich in Seen oder Pfützen ab. Sollte euer Pferd Probleme mit dem Hufhorn haben, könnt ihr die Hufe vor dem Duschen einfetten um das Wasser vom Huf fern zu halten. Neben der Abkühlung zum Wohlbefinden, kann der Wasserstrahl gleichzeitig einen Massage- und Gesundheitseffekt haben. Denn durch die Kälte verengen sich die Venen, was Einblutungen und Entzündungen stoppt sowie schmerzlindernd wirkt. Öffnen sich die Venen erneut, gehen hierdurch entstandene Schwellungen zurück.

Wenn ihr euer Pferd direkt nach dem Reiten duschen möchtet, achtet darauf, dass ihr genügend Schritt geritten habt und sich Kreislauf und Puls eures Pferdes gesenkt haben.