Ingwer

Die Inhaltsstoffe des Ingwer verbinden sich mit den gleichen Rezeptoren in den Zellen, wie es entzündungshemmende Medikamente wie z.B. Equipalazone tun. Obwohl es sich also um ein reines Pflanzenprodukt handelt, verfügt Ingwer nachweislich über eine schmerz- und entzündungshemmende Wirkung. Ist er also eine unbedenkliche Alternative zum Medikament vom Tierarzt? Unbenommen ist die Tatsache, dass Schmerzsymptomatiken mit Ingwer gelindert werden können. In manchen Fällen sogar so weit, dass eine Lahmheit verschwindet. Die Ursache bekämpft Ingwer jedoch nicht. more „Ingwer“

Arnika

Seit dem 18. Jahrhundert wird Arnika zur Behandlung von Krankheiten eingesetzt. Die Wirkung der Pflanze bei Beschwerden des Bewegungsapparates und der Muskulatur ist klinisch belegt. Die wirksamen Bestandteile der Pflanze, die vor allem antiseptisch, antibakteriell, antiarthritisch und entzündungshemmend wirken, finden sich in ihrer Blüte. Einige Bestandteile sind toxisch und können zu Vergiftungen führen, weswegen Arnika auch nicht innerlich angewendet werden sollte und die Verwendung so stattfinden sollte, dass das Pferd die Creme oder Tinktur nicht ablecken kann. more „Arnika“

Pfefferminze

Pfefferminze ist eine besonders wohlschmeckende Heilpflanze, die bei Pferden zur Anregung des Appetits beitragen kann. Die Inhaltsstoffe der Pfefferminze wirken zudem schleimlösend und fördern den Auswurf des Schleims in den Bronchien. Somit werden die Atemwege langfristig befreit und Pferden wird die Atmung spürbar erleichtert. Weniger bekannt und deshalb hier umso wichtiger zu nennen ist die schmerzstillende und entzündungshemmende Wirkung der Pfefferminze. more „Pfefferminze“

Süßholzwurzel

Die Süßholzwurzel, auch bekannt als Lakritz, wird als Heilpflanze in vielen Teilen der Welt angebaut. Sie enthält verschiedene Flavonoide und Glycyrrhetinsäure, die für ihre entzündungshemmende Wirkung bekannt ist. Zudem wirkt Süßholz antibakteriell. Reichlich enthaltene Antioxidantien schützen die Zellen vor schädlichen Substanzen. Hinzu kommen auswurffördernde Wirkstoffe, die zur Schleimlösung beitragen. Süßholzwurzel ist damit ideal für Pferde, die an Husten, Bronchitis oder einer Erkältung erkrankt sind. Über das Futter verabreicht wirkt sie reizmildernd und schützend auf den gesamten Verdauungstrakt. more „Süßholzwurzel“

Bockshornklee

Bockshornklee ist ein wahres Allroundtalent, das nachgewiesen bei den unterschiedlichsten Erkrankungen helfen kann. So wirkt Bockshornklee wohltuend und schleimlösend  auf die Atemwege, wirkt vitalisierend und appetitanregend. Auch Senior-Pferde und Pferde, die aufgefüttert werden müssen, profitieren von den kleinen gelben Samen: Schnell stellt sich mehr Lebenskraft und damit ein gestärktes Immunsystem ein. Besonders nährstoffreich sorgt Bockshornklee auch für ein glänzendes Fell und starkes Hufhorn. Ganz besonders interessant ist Bockshornklee für Pferde mit EMS, da die kleinen Samen den Blutzuckerspiegel und die Blutfett-Werte nachweislich senken und optimieren und die Insulin-Wirkung aktivieren. more „Bockshornklee“

Serie: Was kostet eigentlich ein Pferd? Teil 2

Sicher kennen die Pferdebesitzer unter Euch die Kosten, die auf einen zukommen, wenn man sich ein Pferd kaufen möchte. Einige von Euch haben aber vielleicht bisher noch Reitunterricht im Verein oder eine Reitbeteiligung und träumen davon sich eines Tages ein eigenes Pferd zu kaufen. Häufig scheint dieser Traum so greifbar aber vor allem die monatlichen Kosten, die auf einen Pferdebesitzer zukommen, werden unterschätzt.

In Teil 1 haben wir uns damit beschäftigt, was ein Pferd in der Aufzucht und Ausbildung kostet und welche Kosten schon der Züchter aufbringen muss. Wir möchten Euch im Folgenden auflisten, welche monatlichen Fixkosten Pferdebesitzer jeden Monat haben. more „Serie: Was kostet eigentlich ein Pferd? Teil 2“

Mädesüß

Mädesüßkraut wirkt gefäßerweiternd und stärkend. Damit eignet es sich besonders für ältere Pferde als unterstützendes Ergänzungsfutter. Traditionell wird es auch zur äußeren Anwendung auf Wunden und entzündeten Stellen benutzt. Es enthält Salicylsäure, die schon seit Jahrhunderten für ihre fiebersenkende und auch schmerzlindernde Wirkkraft bekannt und bewährt ist. Die Blüten können leicht zu einem wohlschmeckenden Tee oder Sud verarbeitet werden. more „Mädesüß“

Mönchspfeffer

Wenn Stuten sich wie Hengste benehmen, unregelmäßig oder sogar dauerhaft rossen und Wallache meinen, sie wären noch Hengste, dann ist der Hormonhaushalt aus dem Gleichgewicht geraten. In diesen Fällen hilft Mönchspfeffer. Er zeichnet sich durch seine beruhigende und stimmungsausgleichende Wirkkraft aus, die dazu beiträgt, den Hormonspiegel wieder in eine ausgewogene Balance zu bringen. Dies macht ihn zu einem wichtigen Therapiemittel auch bei Pferden mit dem Cushing Syndrom. In ganzen Körnern hat Mönchspfeffer einen schärferen Geschmack als in gemahlener Form. Die gemahlenen Körner werden daher von wählerischen Pferden eher bevorzugt und sind deutlich leichter unter das Futter zu mischen. Dies kommt schließlich Pferd und Besitzer zugute. more „Mönchspfeffer“

Sommerekzem- und es juckt wieder

Juckreiz, Haarverlust, Scheuern und Schütteln, blutige Krusten an Mähne und Schweif: Das ist der sommerliche Alltag von Ekzempferde-Besitzern.
Während sich andere Reiter über Sommer, Sonne, Wärme und die Weidezeit freuen, jonglieren Besitzer der geplagten Sommerekzem-Patienten mit Salben, Waschungen, Lotionen und Ganzkörperdecken, um ihrem Pferd zumindest eine Linderung zu verschaffen im Kampf gegen das lästige Scheuern. An Reiten ist meist nicht mehr zu denken, kann sich das Ekzem-Pferd doch teilweise gar nicht mehr konzentrieren vor lauter Unbehagen. Doch woran liegt es, dass manche Pferde unter diesen Symptomen leiden? Und gibt es eventuell eine Möglichkeit unsere Pferde schon von innen heraus vor dem lästigen Juckreiz zu schützen?

Zunächst einmal lässt sich feststellen, dass es verschiedene Formen von Ekzemen gibt, die allerdings nicht immer eindeutig voneinander zu trennen sind:

  1. das allergische Ekzem (teils genetisch, teils stoffwechselbedingt)
  2. das Ekzem, das durch eine Leberüberlastung hervorgerufen wird
  3. das Ekzem, das durch einen Nährstoffmangel hervorgerufen wird

Das allergische Ekzem wird hervorgerufen durch den Stich der Kriebelmücke und begünstigt durch Sonneneinstrahlung und Pollenflug. Häufig sind Robustpferde betroffen. Diese Form des Ekzems ist erblich, wird aber auch durch Leberüberlastungen oder falsche Fütterung begünstigt.

Das durch eine Leberüberlastung hervorgerufene Ekzem, entwickelt sich häufig durch schlechte Haltungsbedingungen, schadstoffbelastetes Grundfutter oder schlicht eine falsche Fütterung im Allgemeinen. Dasselbe gilt für das durch Nährstoffmängel hervorgerufenen Ekzem. Hier spielen vor allem Mängel im Zink-, Kupfer-, Selen- und Manganhaushalt eine Rolle. Diese Defizite können auch durch Überfütterung hervorgerufen werden. Die Bedeutung von Spurenelementen und das Verhältnis von Mineralstoffen und Spurenelementen zueinander sollte daher auf keinen Fall bei Rationsberechnungen vernachlässigt werden. Um die beiden letzten Formen auszuschließen und erfolgreich zu bekämpfen können Änderungen im Fütterungsmanagement hilfreich sein.

Grundsätzlich gibt es verschiedene auslösende und/oder begünstigende Faktoren, die es bei der Haltung und Fütterung von Ekzempferden zu berücksichtigen und zu vermeiden gilt:

  • achten Sie auf eine dem tatsächlichen Energiebedarf angepasste Fütterung
  • achten Sie darauf, dass dem Futter keine ätherischen Öle zugesetzt sind
  • achten Sie darauf, dass dem Futter keine Aromastoffe zugesetzt sind
  • achten Sie darauf, dass dem Futter keine Konservierungsstoffe zugesetzt sind
  • achten Sie darauf, dass dem Futter keine künstlichen Zusatzstoffe zugesetzt sind
  • meiden Sie Silage/Heulage, da sie für den Organismus Ihres Pferdes eine zusätzliche Belastung durch biogene Amine oder Schimmelpilze bedeuten kann
  • bei schwerem Ekzem sollte auf Müslis und Mischfutter verzichtet werden, füttern Sie stattdessen reines Getreide oder Heucobs
  • verzichten Sie auf zugesetzte Süßungsmittel wie z.B. Melasse
  • meiden Sie die Fütterung großer Mengen an Eiweiß und Zucker, die die Leber belasten; beschränken Sie also möglichst die Weidezeiten
  • achten Sie auf ein besonders ausgewogenes Kalzium-Phosphopr Verhältnis im Futter- zu große Mengen an Kalzium, wie sie häufig in Mineralfuttern zu finden sind, können schnell zu ungünstigen Verschiebungen im Spurenelementhaushalt führen und so zu Mängeln beitragen sorgen Sie für eine Stärkung der Leber und der Niere
  • legen Sie ein besonderes Augenmerk auf einwandfreie Grundfutterqualitäten und optimale Haltungsbedingungen frei von Schimmelpilzen und anderen Schädlingen.

Optimal unterstützen können Sie Ihren Ekzemer mit verschiendenen Kräutern, die den Stoffwechsel günstig beeinflussen und Leber und Nieren entlasten.
Hier stellen wir einige Kräuter vor, die Ihr Pferd bei Sommerekzem unterstützen können.

GoldruteLabkrautBärlauchFenchelKamilleQuecke